Winterthur, Mai 2026 – Bereits zum dritten Mal nach den erfolgreichen Durchführungen in den Jahren 2024 und 2025 führten die Mechatronik Schule Winterthur (MSW) und das Institut für Produkt- und Produktionsengineering (IPP) der ZHAW School of Engineering gemeinsam eine praxisnahe Ergänzungsausbildung in additiver Fertigung mit Metall durch. Erneut nahmen engagierte Lernende im 3. Bildungsjahr des Berufs Polymechaniker/in EFZ an diesem zukunftsorientierten Ausbildungsangebot teil.

Im Mittelpunkt stand das industrielle Verfahren PBF-LB/M (Powder Bed Fusion – Laser Beam/Metal). Die theoretischen Grundlagen wurden an der MSW vermittelt. Anschliessend konnten die Lernenden ihre Kenntnisse am IPP der ZHAW praktisch vertiefen – mit direktem Zugang zu moderner industrieller Infrastruktur und unter fachkundiger Betreuung durch Dr. Stefan Cerner und sein Team.

 

Individuelle Projekte – Kreativität trifft Technologie

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der eigenständigen Umsetzung individueller Projektideen. Von der ersten Idee über die CAD-Konstruktion bis hin zum fertigen Metallbauteil durchliefen die Teilnehmenden einen vollständigen Entwicklungsprozess. Die Ausbildung förderte damit nicht nur fundierte Fachkompetenzen, sondern auch Kreativität, Problemlösungsfähigkeit und Innovationsdenken.

Die Lernenden erhielten zudem einen vertieften Einblick in moderne Fertigungsprozesse und die Potenziale der additiven Fertigung für zukünftige industrielle Anwendungen. Durch die direkte Arbeit an eigenen Projekten konnten sie wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und ihr theoretisches Wissen unmittelbar anwenden.

 

Zertifikat und Zukunftsperspektiven

Für die erfolgreiche Teilnahme erhielten alle Lernenden ein offizielles Zertifikat, das ihre erweiterten Kompetenzen im Bereich der additiven Fertigung dokumentiert. Die erworbenen Kenntnisse bilden eine wertvolle Grundlage für die weitere berufliche Laufbahn und ein mögliches späteres Studium im technischen Bereich.

Begleitet wurde die Ausbildung erneut von Nathanael Dubacher, Berufsschullehrperson der MSW. Er führte die Lernenden durch den gesamten Ausbildungsprozess und koordinierte die Zusammenarbeit zwischen MSW und ZHAW.

 

Ein Gewinn für alle Beteiligten

Die enge Zusammenarbeit zwischen Berufsbildung und Hochschule erwies sich erneut als grosser Mehrwert. Der fachliche Austausch zwischen Lernenden, Studierenden und Fachpersonen ermöglichte spannende Einblicke in unterschiedliche Bildungsstufen und Perspektiven. Gleichzeitig konnten die Teilnehmenden wertvolle Kontakte knüpfen und von den Erfahrungen der Expertinnen und Experten profitieren.

 

Fazit: Gemeinsam die Zukunft der Fertigung gestalten

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen der MSW und dem ZHAW IPP zeigt eindrücklich, wie moderne Berufsbildung, angewandte Forschung und industrielle Praxis erfolgreich miteinander verknüpft werden können. Damit leisten beide Institutionen einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der Fachkräfte von morgen und zur Stärkung des Innovationsstandorts Schweiz.

 

Bildlegende:
Teilnehmende der Ergänzungsausbildung «Additive Fertigung in Metall 2026»
(von links nach rechts): Levin Rubolino, Angelo Stragiotti, Alon Zopfi, Lauren Stankay, Sanial Ilyas und Jonah Heim.

 

Leitung und Organisation: Nathanael Dubacher (MSW)
Fachliche Betreuung an der ZHAW: Dr. Stefan Cerner und Team (IPP)